Aktuelles

 
  200. Geburtstag von Franz Liszt (1811–1886)

Den 200. Geburtstag des Komponisten und Klaviervirtuosen Franz Liszt (1811–1886) begeht die Wiener Urtext Edition mit Neuausgaben der beiden epochemachenden Werke aus den ersten Weimarer Jahren: Liebesträume und Consolations. Beide Werke markieren die Wende zu einem "neuen" Liszt von poetischerem, reiferem und ernsthafterem Tonfall.

Für die Liebesträume konnte neben einer zugänglichen Seite des Autographs statt der vielfach verwendeten Zweiten Ausgabe von 1885 die Erstausgabe von 1850 als Hauptquelle herangezogen werden. Sie geht unmittelbar auf Liszts Autograph zurück und vermittelt nicht nur einen zuverlässigen Notentext, sondern auch zahlreiche Eigentümlichkeiten der Liszt'schen Notation, die häufig die musikalischen Vorstellungen des Komponisten unmittelbar widerspiegeln.

Die Ausgabe der Consolations in ihrer definitiven, von Liszt zur Veröffentlichung frei gegebenen Fassung wird bereichert durch die ausführlichen Interpretionshinweise der Liszt-Schülerin Lina Ramann. Diese vermitteln gleichsam aus erster Hand Liszts interpretatorische Ideen und lassen an vielen Stellen aufhorchen.

Als idealer Einstieg in die Klaviermusik Franz Liszts erweist sich der Auswahlband Wege zu Franz Liszt, der von leichteren Stücken zu mittelschweren Werken des Komponisten führt und so im Klavierunterricht von der Unter- bis zur Oberstufe immer wieder zu musikalischen Entdeckungsreisen in die Klangwelt des großen Komponisten und Klaviervirtuosen einlädt.


  Joseph Haydn, Sämtliche Klaviersonaten
Revision der legendären Ausgabe von Christa Landon nun abgeschlossen

Joseph Haydn
Sämtliche Klaviersonaten Bd. 1–4
UT 50256 / 50257 / 50258 / 50259

Als Christa Landons Ausgabe von Joseph Haydns Klaviersonaten erstmals im Druck erschien, stand das Sonatenschaffen Haydns noch ganz im Schatten der Werke Mozarts und Beethovens. Inzwischen haben Haydns Sonaten längst die Nische des Klavierunterrichts verlassen und wieder Eingang in den Konzertsaal gefunden; hieran hat Landons Ausgabe maßgeblich Anteil gehabt. Das Haydn-Jubiläum 2009 bildete willkommenen Anlass zum Beginn einer gründlichen Revision dieser „legendären“ Edition, denn in mehr als vierzig Jahren sind neue Quellen zu Tage getreten und Echtheitsfragen neu geklärt worden; nicht zuletzt haben sich die Editionsprinzipien für Musik des 18. Jahrhunderts deutlich gewandelt.

Die Neuausgabe umfasst sämtliche Werke der bisherigen Wiener Urtext-Ausgabe, dazu die noch von Landon ausgeschiedene Sonate Hob. XVI:16 sowie eine erst vor wenigen Jahren in Bozen wiederentdeckte Joseph Haydn zugeschriebene Sonate in F-Dur. Die Neuausgabe ist ebenfalls auf 4 Bände aufgeteilt, deren Inhalt mit den Bänden der Vorgängerausgabe jeweils kompatibel ist. In den Interpretationshinweisen erläutert Robert D. Levin wesentliche Aspekte zu Haydns Aufführungspraxis.

Erste Stimmen aus der Praxis
"Vor allem durch die fundierten Hintergrundinformationen, Hinweise zur Interpretation und Aufführungspraxis bilden diese Ausgaben heutzutage das aktuellste, was ich meinen Studenten empfehlen kann. Hinzu kommen ein klares, wendefreundliches Notenbild und ordentliches Papier und Bindung." (Prof. Wolfgang Brunner, Salzburg – Linz – Trossingen)

"Robert D. Levins Interpretationshinweise und Auszierungsvorschläge sind eine ausgezeichnete und wertvolle Bereicherung." (Prof. Michael Leuschner, Freiburg i. Br.)

Weitere aktuelle Informationen siehe unter Neuerscheinungen




zurück