Ferdinand von Hiller

Ferdinand Hiller wurde 1811 in Frankfurt geboren und verstarb 1885 in Köln nach einem arbeitsreichen Leben als Pianist, Komponist, Dirigent und Musikpädagoge.

Hillers Bedeutung in der deutschen Musik-szene des 19. Jahrhunderts sollte nicht unterschätzt wer den; seine umfangreiche Korrespondenz mit Musikerkollegen und seine Stellungen als Dirigent und Musikdirektor sprechen unzweifelhaft dafür. Sein erster und wohl bedeutendster Klavierlehrer war Alois Schmitt in Frankfurt, dessen Fingerübungen noch heute im Unterricht eingesetzt werden. Im Alter von 14 ging Hiller nach Weimar, um für zwei Jahre bei Johann Nepomuk Hummel zu studieren. Hillers pianistisches Können erregte bald die Aufmerksamkeit seiner Zeitgenossen, unter ihnen Felix Mendelssohn und Robert Schumann.

1843/44 folgte er Mendelssohn als Leiter des Gewandhaus-Orchesters in Leipzig, 1844 übersiedelte er nach Dresden. Aus dieser Zeit rührt seine Freundschaft mit Schumann, der ihm sein Klavierkonzert op. 54 widmete.

1847 ging Hiller nach Düsseldorf, bevor er sich 1850 schließlich in Köln niederließ. Dort prägte er das musikalische Leben der Stadt und der ganzen Region. Als Lehrer und Dirigent setzte sich Hiller sehr für die Musik von Max Bruch und Johannes Brahms ein, sein Verhältnis zu anderen Zeitgenossen war aber nicht immer ungetrübt. Seine Ablehnung der sog. Neu- Deutschen Schule um Wagner und Liszt, sowie seine eigene Neigung zu einer zunehmend konservativen Art zu komponieren lassen manche seiner Werke eher traditionell erscheinen.

Hillers fortschrittlichere Schreibweise findet sich ausgeprägter in seinen früheren Werken, während seine besten pädagogischen Werke aus den Jahren nach 1860 stammen: Damals begann Hiller, Musik für Schüler zu schreiben; er widmete sie zum Teil seinen eigenen Kindern. In einer Zeit, zu der viele große Pianisten durch ganz Europa reisten, also gleichsam musikalische Kosmopoliten waren, mögen die zahlreichen Stücke, die in verschiedenen Nationalstilen geschrieben sind, (wie etwa Hillers Irländisches oder Italienisches Lied) sozusagen im Sinne einer „World Music“ des 19. Jahrhunderts, nicht verwundern.

Zu Hillers Klavierwerken, die noch heute gespielt werden, zählen die 24 Etüden op. 15, zwei Sammlungen von Rhythmischen Studien op. 52 und 56, sein virtuoses Klavierkonzert in f-Moll op. 69 sowie sein Zugabenstück Zur Gitarre op. 97.

Urtext Primo Band 5 für Klavier

 

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Frédéric Chopin / Franz Liszt / Ferdinand von Hiller
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