Julius Reubke

Julius Reubke

Orgelwerke

Als der 1834 geborene Liszt-Schüler Julius Reubke mit nur 24 Jahren 1858 verstarb umfasste sein Oeuvre neben einigen kleineren Kompositionen zwei monumentale Werke: eine Klavier- und eine Orgelsonate. Die Wiener Urtext Edition vereinigt alle erhaltenen Orgelwerke in einer Neuausgabe: die Orgelsonate, die nach dem zugrunde liegenden Programm auch der 94ste Psalm betitelt ist, das Trio und ein erst jüngst im Album der Marie von Sayn-Wittgenstein entdecktes Adagio, eine Variante des Adagio aus der Orgelsonate, das hier als selbständiges Albumblatt ausgekoppelt, auf 2 Systemen arrangiert und damit auch auf dem Klavier darstellbar ist.

Die von der Virtuosität und vom Stil Franz Liszts beeinflusste Sonate zählt zu den großartigsten Orgelwerken der Romantik überhaupt. Das Trio, ein musikalisch ansprechendes, spieltechnisch aber leichteres Stück, dürfte für den Orgelunterricht eine willkommene Bereicherung des schmalen Repertoires romantischer Trioliteratur sein. Von Sonate und Trio sind keine Autographe erhalten. Es existieren lediglich die Erstausgaben, die im Falle der Sonate erst nach Reubkes Tod erschien. Die Neuausgabe versucht offensichtliche Fehler des nicht gerade vorbildlichen Erstdrucks zu korrigieren bzw. an fraglichen Stellen behutsame Verbesserungsvorschläge anzubieten. Das Adagio dagegen ist von Reubkes eigener Hand überliefert. Als einziges bislang bekanntes Autograph des Komponisten wurde es in der Ausgabe nicht nur in modernem Notenbild, sondern auch als Faksimile wiedergegeben.

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